„Die Puppenmacherin“ – Max Bentow

Klappentext:

„Keiner tötet wie er. Er wird nicht ruhen, bis er sie hat. Damit er endlich seinen Frieden findet.

Der Berliner Kommissar Nils Trojan hat schon einiges zu sehen bekommen im Laufe seiner Karriere. Als er aber eines Tages am Schauplatz eines neuen Mordfalles eintrifft, erfasst ihn das pure Entsetzen: Denn in einem dunklen Keller erblickt er eine junge Frau, erstickt in einer Masse von getrockneten Schaum, der sie wie ein monströser Sarkopharg umgibt. Bald schon stößt Trojan auf einen vergangenen Fall, der erstaunliche Parallelen aufweist, doch der damals identifizierte Täter gilt mittlerweile als tot.

Ist es möglich, dass jemand sein wahnhaftes Treiben kopiert? Im Zuge seiner weiteren Ermittlungen bittet Trojan die Psychologin Jana Michels um Unterstützung, denn er ahnt, dass sein Gegner einer inneren Logik folgt, die er allein nicht zu entschlüsseln vermag- und dass das Morden noch lange kein Ende hat…“

Kommentar:

Ein deutscher Psychothriller. Gefunden habe ich das gute Stück in der Stadtbibliothek. Interessanter Titel. Interessantes Cover. Sowas spricht mich ja an. Und: Kein schlechter Griff. Nicht immer schlüssig. Manchmal auch anstregend, in den Sprüngen von dem einen Schauplatz zum Anderen. Im Gegensatz zu den amerikanischen „Weichspül- Kollegen“ wird Trojan hier alles andere als perfekt dargestellt. Leistet sich durchaus Schwächen. Das führt dazu, dass man sich nicht immer sicher ist, ob man ihn denn nun sympatisch findet oder eher nicht. Es gab auch einige Stolpersteine, die sich mir nicht erschlossen. Seine Beziehung zu der Psychologin Jana Michels zum Beispiel. Offentsichtlich sollte sie ihn (wegen vorangehenden Fälle) therapieren. Hilfe holen ist durchaus erlaubt. Genauso offentsichtlich aber hatten die Beiden was miteinander. Dem folgt jedoch nicht wirklich etwas Hilfreiches oder Interessantes, sondern nur pures Chaos und Verhalten, dass ein bisschen an Teenager erinnert. Auch Trojans Verdacht gegenüber seinem Vater ist merkwürdig und bleibt zudem noch unaufgeklärt. Was seinen aktuellen Fall angeht, da kommt ihm letztendlich Kommisar Zufall stark zu Hilfe, wenigsten bei der „tatsächlichen“ Puppenmacherin.

Dennoch oder trotzdem muss ich sagen: irre spannend. Wer sich drauf einlässt, kann mitfiebern. Auch wenn man den guten Kommissar stellenweise anständig durchschütteln möchte. Er kommt auf den rechten Weg. In doppeltem Sinne. Aus meiner Sicht: zuende gelesen, nahezu in einem Ritt. Der Spannungsbogen war ungebrochen und so stark, dass er die kleinen Plottlücken direkt wett machte.

Wäre es kein Bibliotheksbuch, es würde einen Platz in meinem Bücherregal  bekommen.

Auch wenn die Story nicht ganz so perfekt war. 4 von 5 Sternen

♥♥♥♥

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