Autogenes Training

Wie bereits in anderen Beiträgen erwähnt, habe ich mit dem autogenen Training während einer Reha-Maßnahme begonnen. Vorraning um Schlafstörungen zu korrigieren und an Lebensqualität hin zu gewinnen. Ich gebe zu, ich habe mich vorher nicht damit befasst und auch nicht daran geglaubt, das eine solche Methode funktionieren kann. Sie tut es trotzdem. Auch bei mir! Warum auch? Auch, weil ich einer von jenen Menschen bin, deren innerer Motor einfach immer läuft. Selbst wenn ich nichts tue, tue ich etwas. Ich habe immer Leute beneidet, die einfach nur da sitzen und Löcher in die Luft starren können. Ich langweile mich schon, wenn ich daran nur denke nur da zu sitzen. Aber gerade für solche Leute, wie mich, ist es sehr wichtig Entspannung zu finden. Ich kann immer noch nicht nichts- tun. Aber ich kann mich, bei dem was auch immer ich tue, entspannen. Man kann Entspannung lernen. Das ist erstaunlich. Allerdings heißt lernen auch tatsächlich das es Übung und Training braucht. Meine ersten Übungen entstanden bei der Reha. Ganz klassisches autogenes Training. 1. Ruhe 2. Schwere 3. Wärme 4. Atmung 5. Sonnengeflecht 6. Kopf 7. aufwachen Der Ehrlichkeit halber muss ich zu geben, dass eine ganze Zeit an Training nötig war, um tatsächlich einen Zustand der Entspannung zu erreichen. Nach einer längeren Übungsphase und einigen persönlichen Modifikationen klappt es inzwischen aus dem FF. Mir hat die Übersetzung in Bilder, mentale Bilder, geholfen. Dreh- und Angelpunkt ist Bild 1. Auch dieses soll Ruhe vermitteln. Inzwischen hat sich dieses Bild so verfestigt, das die bloße- bewusste Vorstellung jenes Bildes in allen Details ausreicht, um die Punkte 2-6 automatisch nach sich zu ziehen ohne das es nötig ist, bewusst daran zu denken. Gelegentlich leide ich unter Spannungskopfschmerz. In solchen Fällen hilft mir oft Erweiterung von Punkt 6. In Form einer visuellen Vorstellung eines wolkenverhangenen Himmels, dessen Wolken mit jedem Atemzug weniger werden. Ist der Himmel klar, ist mein Kopfschmerz weg. Logisch sind das hier lediglich meine Erfahrungen.:-) Eins noch. Punkt 7. So lächerlich das Kommando zum Aufwachen, wirken mag. Es ist existenziell! Wer sich nicht aus dem Ruhezustand holt, spürt die Entspannung nicht. Außerdem läuft man danach rum wie das sprichwörtliche Falschgeld. 🙂 Die einzige Ausnahme: wie, wer ich, unter Schlafproblemen leidet und dieses Training benutzt um überhaupt einschlafen zu können. Für den wäre es natürlich kontraproduktiv sich mittels dieses Befehls selbst wieder zu wecken. Ich schlafe übrigens spätestens über Punkt 2 ein. 🙂

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