Advent, Advent

Advent, Advent…

Im letzten Post hatte ich etwas von Besinnlichkeit geschrieben. Besinnlich ist hier noch nichts. Vor der Besinnlichkeit, steht die Arbeit. Und davon steht hier erstmal jede Menge an. Ausgerechnet zur Weihnachtszeit machen wir es uns besonders stressig. Denn, bis das erste Lichtlein tatsächlich brennt, will viel erledigt werden.

Ich beginne immer mit dem Fensterputz. Nach erzgebirgischer Tradition gehört jedes Fenster beleuchtet. Die Bergleute sollen ja den Weg nach Hause finden. Bergleute gibt es kaum noch, Traditionen dafür jede Menge. Also heisst es: Fenster putzen, und zwar Alle. Bei Minustemperaturen nicht der Traumjob. Leider ist es dann auch nicht vorbei, wenn die zig Fenster geputzt sind. Das Weihnachtszeug lagert auf dem Dachboden. Das bedeutet: 2 Treppen nach oben, um Schwibbögen, Lichterpuppen, Fensterbilder, Sterne und Co. nach unten zu holen. Da die Dachbodentreppe so komfortabel wie eine Hühnerleiter ist, wird natürlich jedes Teil einzeln vorsichtig herunter getragen. An Bergmänner, Räucherhäuser, Pyraminden und den den restlichen Dekozauber verschwende ich an Tag 1 für gewöhnlich noch keinen Gedanken. Irgendwann ist es nämlich auch der enthusiastischste Weihnachtsdekorateur leid, permanent trepp auf- trepp ab zu laufen. Ich für meinen Teil beschränke mich für den ersten Tag immer auf die Beleuchtung.

Die hat sich dieses Jahr um einen Mond erweitert. Ja, gerade im Erzgebirge, wo man Wert auf traditionelles legt, nicht so ganz die typische Weihnachtsdeko. Aber schön ist er halt.

Etwas ist fertig…

Nun haben wir inzwischen den 1 Advent und auch die restliche Deko hat es nach unten geschafft. Die Arbeit ist deswegen aber irgendwie nicht weniger geworden. Da steht der Nikolaus an. Und der macht es dieses Jahr echt anstrengend. Denn: meine Mitarbeiterinnen wünschten sich ein gegenseitiges Wichteln. Eine Weihnachtsfeier ist, der räumlichen Distanz zwischen uns wegen, nicht zu realisieren. Zumindest nicht einfach so. Wichteln ist toll. Das geht immer. Und es klingt erstmal recht einfach. Jeder bekommt einen Namen, verpackt ein kleines Geschenk, bringt es zur Post, fertig. Soweit zur Theorie. Mein Wichtel ist keine Unbekannte hier im Blog. Ich weiß, was sie mag, was sie sich wünscht. Ich wollte es nicht kaufen. Selber machen war angesagt. Einfach als Geste. Eine Herzenssache. An sich kein Akt und etwas, das ich gern tue. Allerdings die Weihnachtsdeko, der Job, der Haushalt, die Kinder, der Alltag… alles ein bisschen viel. Zudem bin ich irgendwie auf die irre Idee gekommen, den Adventskalender für meine Kinder selber nähen zu wollen. Auch das eigentlich etwas, das ich gern tue und für die Kinder sowieso. Allerdings 24 Tage für 4 Kinder zu bestücken… das artet in Stress aus. Unseren DIY- Adventskalender gibts übrigens hier.

Fazit…

Ich habe mir mal wieder viel zuviel vorgenommen. Hektik hingepackt, wo ich doch eigentlich Besinnlichkeit haben wollte. Das ist weder richtig, noch in Ordnung und schon gar nicht gesund. Mein Wichtelchen wurde auf den letzten Drücker und auch erst im dritten Anlauf fertig. Der Adventskalender schaffte es auch nicht pünktlich. Und an den Nikolausgaben arbeite ich noch… am Vorabend des Nikolauses. Also das Fazit für diese Woche kann nur heissen: Bitte nicht nachmachen!

 

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