„Übermorgen Sonnenschein“ – Jeannine Klos und Anne Pütz

„Jeannine Klos hat den Albtraum jeder Mutter erlebt: Zwei Tage nach der Geburt ihrer Tochter legte man ihr ein fremdes Baby in den Arm, und als sie sagte: „Das ist nicht mein Kind!“, glaubte ihr niemand. Sie zweifelte, fragte nach, beharrte- und ließ sich schließlich doch zu überzeugen. Sie nahm das Kind an, stillte es, wenn es hungrig war, trösteste es, wenn es weinte, wiegte es in den Schlaf, wenn es müde war, und begann es zu lieben. Doch sechs Monate später bewahrheitete sie ihre Angst.“

Kommentar:

Ein Grauen! Sowohl das Thema, als auch das Buch an sich. Ich weiß, aus eigener Erfahrung, dass es sehr schwer ist, selbst erlebtes in Worte zu fassen und dann auch noch in ein Buch zu pressen. Der Erzählsstil furchtbar. Die Mutter (Jeannine Klos) kommt dabei nicht gut weg. Das geht schon in der Startszene los… Der Mann arbeitet im Garten, sie relaxt. Und endet in der furchtbaren Feststellung, das sie das falsche Kind gar nicht vermisst.

Aus meiner Sicht… aus meiner Erfahrung, mit meinen 4 Kindern… ich könnte das Baby nicht „zurück tauschen“. Man liebt das kleine Wesen mit jeder Faser seines Seins. Blutsverwandschaft hin oder her.

So muss ich leider zu geben: Ein furchtbares Buch einer narzistisch erscheinenden Frau. Es geschehen furchtbare Dinge. Und darüber zu reden oder auch zu schreiben kann, darf oder soll gerne auch Therapie und Hilfe sein. Aber darum ging es hier nicht. Hier ging es nur um die Selbstdarstellung einer Frau, die sich für besser als die Andere hält.

Daher gibt es keine Empfehlung.

Sorry.

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