Psycho und Therapie

Heute waren wir zur Routinestunde in der Psychotherapie. Warum? Das ist eine lange Geschichte, die etwas mit Vergangenheit und Schicksal zu tun hat. Darum aber geht es heute nicht. Wir haben Fehler gemacht. An der Korrektur arbeiten wir. Unter anderen mit der Psychotherapie für Sohn 1. Da der Papa sich beruflich umorientiert hat, begleitete ich das Kind nun zu den Sitzungen. Vorher war das fast ein bisschen ein Vater- Sohn- Ding. Nun ist es ein Mutter-Sohn- Tochter- Ding. Denn die Kurze kann ich nicht allein Zuhause lassen. Und unserer 13- Jährigen bin ich nicht bereit, diese Verantwortung der Aufsicht über ihre kleine Schwester aufzuhalsen. Also begleitet Tochter 2 Mama und Sohn 1 zu Therapie. Dank dieser Konstellation habe ich heute 3 Runden Memory gegen die Kurze verloren. Schummeleien sind mir selbstverständlich keine aufgefallen. 🙂 Das eigentlich Interessante gab es aber vor der Therapie. Wir Drei im Wartezimmer. Und erlebten prompt einen der seltenen, aber umso wertvolleren, stillen Momente: Mein Elfjähriger, ganz ruhig und friedlich auf einem Stuhl. In der Hand ein Buch. Vor ihm, seine 6 Jahre jüngere Schwester. Ganz still. Sie sieht ihn an. Und er… er liest ihr vor. Nein, keines seiner heißgeliebten Comics. Auch kein gruseliger Krimi. Nein, mein Sohn las seiner Schwester geduldig die uncoolste aller Geschichten vor: Rapunzel. Bin ich manchmal gestresst? Ja! Habe ich manchmal die Nase gestrichen voll? Klar! Warum wollte ich Kinder? Wegen solcher Momente!

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