Durchwachsen, mit Schauern und falschen Signalen

Nicht uptodate… sind wir in diese Woche gestartet. Der Zensurenstopp ist erreicht. Die Ferien fast greifbar. Und man meint tatsächlich, das irgendwie die Luft raus ist. Der Saft ist alle. Dabei war das Schuljahr allgemein eher ein recht kurzes. Pfingsten bedeutet da ja direkt Freude, 3 freie Tage am Stück. Yeah. Ausschlafen, entspannen, im Garten werkeln, Pigmente haschen, grillen. Klingt super, oder? Wars aber nicht. Der Wettergott hatte leider mal so gar kein Einsehen. Kaum hatten wir die Sitzecke mit Kissen bestückt, den Grill angeworfen, öffnete Petrus die Schleusen. Nett! O- Ton Kind 4: „Nicht schlimm Mama. Die Blümchen haben auch Durst!“ Stimmt“ Nun ja, unser U- Boot war tatsächlich bald leer. U- Boot bezeichnet dabei unsere Zysterne, in der Form eines kleines U- Bootes. Aus Metall, gelb lackiert, mit der Aufschrift „Yellow Submarine“. 🙂 Spass muss sein. Auch im Garten. Gegrillt haben wir trotzdem. Mit der Pfanne in der Küche. Petrus hatte das ganze lange Wochenende keinen wirklichen Elan an seinem Verhalten was zu ändern. Auch Temperaturtechnisch nicht.

Der Pool steht also noch im Schuppen. Samt Karton. Wir sind gespannt, wie er sich wird aufbauen lassen und wie standhaft er ist, im Vergleich zu unserem letzten Pool. Das Battle heißt also Splashpool vs. Framepool.

Ansonsten war mein persönliches Pfingsten eher schmerzhaft. Vermutlich durch das ewige Gesitze vor dem Rechner habe ich mir eine heftige Verspannung der Brustmusklatur geholt. Von jetzt auf gleich fühlt man sich 50 Jahre älter. Kein schöner Zustand. Bewusstes Training (AT) hat die Sache nach und nach gelöst und mir meine Bewegungsfähigkeit Stück für Stück zurückgegeben. Sehr angenehm. Zumindest sobald der Schmerz nachließ. Aufgabe für die neue Woche lautet also: Schreibtisch & Co ergonomisch gestalten.

Fidget Spinner. So lautete der Wunsch der Kids zum Kindertag. Erstaunlicherweise gibt es bereits einen Wikipediaeintrag zu dem Kreisel. Glaubt man dem, könnte der Benutzer des bunten Handkreisels durch das Spiel mit eben jenem seine Nervosität ablegen. Man spricht sogar von einen therapeutischen Nutzen im Bezug auf ADHS und Autismus. Allerdings wissenschaftlich nicht belegt. Und allein schon die Tatsache, dass ich bei Wikipedia nachgelesen habe, was ein Fidget Spinner ist, belegt, dass dieser Trend bisher komplett an uns vorbei ging.

Nicht an uns vorbei gegangen ist dagegen das Kinderfest im Kindergarten. 25 Jahre DRK Kindertagesstätte. Die ganze Woche taumelten die Kids quasi von einer Party zur Nächsten. Hüpfburgen, Mitmachtheater und der Höhepunkt mit dem Fest am Freitag. Samt süßem Märchenprogramm, Glücksrad, Flohmarkt, Kinderschminken, leckeren Grillereien und Vorstellungen von DRK und Feuerwehr. Der Renner- bei unseren Kindern zumindest- war ganz klar: Ponyreiten. 🙂 Ein rundum gelungener Nachmittag. Mit einem Haken: das Verhalten mancher Eltern. Die Kids studieren über Wochen ein Programm ein, welches sie dann total aufgeregt auf der Kiga eigenen Bühne darbieten. Voll gespannt und total hibbelig. Aufgeregt wartend auf die Reaktion der Eltern. Nur stehen die gar nicht an der Bühne, sondern lieber um die Ecke am Grill. Respekt liebe Eltern, das ist ein neuer Tiefpunkt! Wie sollen aus den Kindern aufmerksame und rücksichtsvolle Erwachsene werden, wenn sie in diesen, für sie wichtigen Situationen Gleichgültigkeit erfahren? Das geht besser! Einfach machen. Ist gar nicht so schwer. Natürlich kann und soll man nicht 24h am Tag sein Kind betüdeln. Aber diese 15 Minuten müssen doch drin sein. Den Nachmittag, um überhaupt zu dem Fest zu kommen, hat man sich doch auch genommen. Vielleicht verschwimmt hier auch meine Sicht. Wenn Jemand vor einem steht und sagt: „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Kind verlieren.“, dann reut einen Alles! Jedes strafende Wort, egal ob berechtigt oder nicht. Jede Sekunde der Unaufmerksamkeit. Weil man weiß, die Zeit, die man miteinander hat, ist begrenzt. Glücklicherweise weiß keiner von uns was kommt, wieviel Zeit wir wirklich haben. Um so wichtiger ist die Aufmerksamkeit, die wir uns gegenseitig schenken. Jeden Tag. Kostenlos und ohne Erwartung einer Gegenleistung. Einfach nur, weil das Gegenüber da ist. Jetzt. In diesem Moment. Also genießt ihn, solange er anhält!

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