April, April…

“Der weiß nicht, was er will.
Bald lacht der Himmel klar und rein,
Bald schau’n die Wolken düster drein,
Bald Regen und bald Sonnenschein!
Was sind mir das für Sachen,
Mit Weinen und mit Lachen
Ein solch’ Gesaus’ zu machen!
April! April!
Der weiß nicht, was er will.”

Ich habe unsere Rückblicke ein bisschen vernachlässigt. Ich weiss. Es tut mir leid. 🙁 Es ist zuviel los. Oder zuwenig. Einen Mittelweg kennen wir gerade nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass ich gerade eine einfach nur müde Phase habe und die hat wenig mit tatsächlichem Schlafmangel zu tun.  Aber zum Anfang…

Der April begann mit einem Paukenschlag. Was wir alle seit Wochen oder eher Monaten befürchteten, trat von heute auf morgen ein. Die Versorgung meines demenzkranken Opas stiess zuhause an ihre Grenzen. Die Demenz ist das allesbeherrschende Thema. Der letzte Schub brachte, neben dem geistigen, nun auch den körperlichen Verfall. Kaum Kontrolle über Muskeln oder Zustände. Er lag, im wahrsten Sinne des Wortes, die meiste Zeit des Tages mit dem Kopf auf dem Tisch. Rutschte vom Stuhl auf den Boden, ohne es zu merken. Eine furchtbare Situation. Noch unerträglicher als das Vergessen an sich. Lichte Momente Mangelware. Die bitte Wahrheit sprach der Pflegedienst aus: “Ihr braucht einen Pflegeheimplatz. Es ist allerhöchste Eisenbahn.” Und das war es. Mehr zum Thema Demenz und zu unserem Umgang werde ich Euch in einer separaten Artikelreihe formulieren. Das sprengt hier den Rahmen, aber natürlich gibts einen direkten Link dahin. Nämlich HIER.

Das Glück war uns hold. Ein Kurzzeitpflegeplatz hat sich recht schnell ergeben. Aber noch schneller ging ein Pflegeplatz im Pflegeheim Rittergut. Das ist nur ein paar Gehminuten von meinen Eltern und meiner Grossmutter weg. Die Trennung nach gut 70 Jahren ist unsäglich schwer, jederzeit zu ihm zu können, hätte es leichter machen sollen. Es kam anders. Nach Opas Umzug am 04. April landete Oma zwei Tage später im Krankenhaus. Sie sackte neben ihm einfach zusammen. Der Stress und die völlige Vernachlässigung Ihrer eigenen Bedürfnisse als Ursache. Schlechte Blut- und Nierenwerte. Nach ein paar Tage regelmäßigen Essens und Trinkens, ein bissen Abstand zu Allem und ein sehr besorgter und fürsorglicher Sohn brachten das wieder ins Lot. Soweit das geht. Denn auch wenn sie körperlich wieder altersgemäß fit ist. Der Kopf und die mentale Seite sind eine andere Sache. Demenz betrifft nicht nur den Erkrankten. Sondern auch das Umfeld. Und das manchmal noch mehr. Schwerer. Denn die Angehörigen vergessen nicht. Sie müssen lernen, damit umzugehen und ein Stückweit auch Abschied zu nehmen.

Die folgenden Ostertage komprimierten wir. Denn Kind 3 feierte Geburtstag. Eigentlich ja am Gründonnerstag. Passenderweise hatte er dazu einen schulfreien Tag. Und weil nur er auf diese Schule geht, erlebte er den Luxus auch allein. 🙂 Die Party haben wir grosszügig auf den Karfreitag gelegt. Und die gesamte Familie in einem Aufwasch sozusagen abgearbeitet. Ein schöner, entspannter Tag bei grossartigem Wetter. Der Samstag gehörte unseren Freunden. Während wir am Sonntag dann Oma zu uns holten. Die zwischen erleichtert und überfordert schwankte. Auch damit werde ich mich nochmal näher befassen.

Wie war denn Ostern bei Euch? Ein riesen Feiertag mit massig Geschenken? Bei uns nicht. Dieser ganze Geschenkezirkus ist schon an Weihnachten stellenweise zuviel. Zu Ostern halten wir es ruhig. Ein Häschen für jeden und gut.

Der Rest des Monats stand schon deutlich unter der Vorbereitung für die Konfirmation im Mai. Anzug kaufen. Kleider nähen. Dazu gabs zwei neue Projekte. Die verlinke ich Euch auch mal. Denn Kind 1 wünschte sich ein Rockabillykleid. Kind 4 wollte das natürlich auch. 🙂 Ich habe zwei völlig verschiedene Formen gewählt. Tochterkind 1 bekam ihr Rockabillykleid (Link HIER) und Tochterkind 2 ein ähnliches, allerdings mit einem Blütenrock (Link: HIER). Viel mehr war dann allerdings auch nicht zu schaffen. Es war doch überraschend, wie aufwendig so ein Tellerrock wird. Habt Ihr das schonmal probiert? Dann schreibt mir doch einfach mal. 🙂 Freu mich. 🙂

Alles Liebe Sanny

 

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