Weihnachten 2016- Full House

man könnte auch sagen: Weihnachten in der Familie. Das machen vermutlich die Meisten so. Allerdings war es für uns dieses Mal wörtlich zu nehmen. Helligabend umfasste dieses Jahr nämlich die ganze Familie. Meine Eltern und Großeltern, meinen Bruder samt Familie und uns. Summe Summarum kamen wir auf 8 Erwachsene, 7 Kinder und einen Hund. Nein, meine Eltern bewohnen keinen Palast, sondern ein Eigenheim nach DDR Standardmaß. Alle Zonenkinder werden wissen, wovon ich rede. Jedenfalls, so viele Leute auf so engem Raum, allein die Vorstellung sorgte für allerhand kontroverse Diskussion. Weihnachten ist das Fest der Liebe und Ruhe und Besinnlichkeit. So viele Menschen, so viele Kinder, da ist die Ruhe dahin, alle auf engstem Raum nicht förderlich für die Besinnlichkeit und mit der Liebe ist es dann oftmals ja auch nicht mehr weit her. Das will ja keiner. Also wurde das Für und Wider gut diskutiert. Weihnachten mit der ganzen Familie war der Wunsch meiner Mutter. Abschlagen ist schlecht. Keine Option. Allerdings verstehen wir uns im Alltag und mit einer leichten räumlichen Distanz ganz gut. Also Kinder instruiert und zugesagt. Ausgerechnet an diesem Tag bemühen sich ja alle um Perfektion. So sehr das es oftmals ins Gegenteil läuft. Dabei ist bei uns allein schon die Essenvorbereitung ein Akt. An Helligabend gibt es bei uns traditionell das erzgebirgische Neunerlei. Was genau das ist, werde ich bei der nächsten Gelegenheit erklären. In der Kürze nur soviel: an Helligabend gibt es 9 verschiedene Speisen. Das dauert allein an den Vorbereitungen schon ewig. Aber wir haben uns geeinigt. Jeder macht was. An Helligabend sind wir also in Richtung alte Heimat gestartet und gegen 15.00 Uhr, bewaffnet mit Essen, Geschenken, Zahnbürsten, Bettdecken und meinem Kopfkissen, bei meinen Eltern eingeflogen. Mein Bruder, mit Gattin, den drei Kids und Hund, folgte etwa eine Stunde später. In der Zwischenzeit hatten wir unser Zimmer bezogen und schon die ersten Essenvorbereitungen getroffen. Unter lautem Getöse kam schließlich der Weihnachtsmann. Und der war wirklich ein Highlight. Nicht nur ging er persönlich auf jedes Kind ein, nein er konterte die angesagten Gedichte. Die kleineren Kids wurden mit einer festen Umarmung überrascht. Unsere beiden Großen jedoch mit einer Antwort! Das ist nicht Besonderes? Doch, ist es! Kind 1 trug ihr Gedicht auf Russisch, Kind 2 seines auf Englisch vor. Die Antworten gab es freilich auch in der jeweiligen Sprache. Ein größeres Geschenk konnte es für den Moment nicht geben! Fantastisch gemacht! Wir haben später zusammen gegessen. Die Kids irgendwann in Bett verfrachtet und anschließend einfach nur zusammen gesessen und über Gott und Welt geredet. Ich habe, angesichts der vielen Leute auf engstem Raum, mit gemischten Gefühlen zugesagt. Grundlos! Denn es war perfekt. Ein rundum und absoult Streit- und Stressfreies Weihnachtsfest!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*