Unchillig mit Happy End

Wenn zwei sich streiten, dann leidet der Dritte. Manchmal still, manchmal auch laut. Und manchmal auch so laut, dass auch die es mitbekommen, die noch nicht einmal alle Parteien kennen. Ich bin ja auf dem Standpunkt: reden hilft. Immer. Trotzdem scheint manchmal Kommunikation nicht möglich zu sein. Traurig und schwer zu akzeptieren. Wenn es dabei um Geschwister geht, ist es noch trauriger und noch schwerer zu akzeptieren. Vor allem, wenn man dann nicht wirklich involviert ist, von den Beteiligten aber hineingezogen wird. Seh unentspannt.

Das berührt ja immer so ein bisschen die Mama- Seite in mir. So sehr sich die Kinder jetzt auch manchmal in der Wolle haben, so sehr wünsche ich mir, dass sie als Erwachsene zusammenhalten und füreinander da sein werden. Auch ich finde nicht alles gut, was mein Bruder tut. Und genauso schüttelt er vermutlich manchmal den Kopf über mich, oder uns. Das ist okay. Völlig okay. Das ist normal. Trotzdem war, ist und bleibt er mein Bruder.

Das wir schon mal beim Wünschen sind… Gesundheit wäre toll! Der Hase hat sich bei seinem Kollegen mit Grippeviren angestecken lassen. Damit verbrachte er nicht nur zwei Tage auf der heimischen Couch, sondern schleppte die Bazillen auch noch erfolgreich in die Familie ein. Alle weiblichen Mitglieder haben sie auch gleich mal herzlich begrüßt. Ich natürlich eingeschlossen. Wie soll es auch anders sein. Triefende Nasen, tränende Augen und Kopfschmerzen… das hat man nun von seiner Gastfreundlichkeit.

Gastfreundlichkeit war auch mein Dienstag. Allerdings auch teuer. Friseurtermin. Kurz und einfach. Sowohl Zeit- als auch Frisur- technisch. Mein Vater kommentierte es mit einem lapidaren „Sommerbefehl scheint erteilt.“ 🙂

Sommer vielleicht nicht gleich, aber Frühling wäre toll! Wettermäßig und auch vom Gefühlsleben her. Meine Terracottatöpfchen sind bemalt. Das Tutorial dazu gibt es hier. Nur die Bepflanzung fehlt noch. Bei Nachtfrost wäre es allerdings schade um die Blümchen. Also übe ich mich derzeit in Geduld. Auch wenn es mich in den Fingern kribbelt, alles wieder schön neu und bunt zu bepflanzen.

Geduld ist so eine Sache. Eine Schwierige. Nicht nur bei den Aktivitäten. Durch meine doch sehr einseitige Arbeitseinhaltung habe ich mir eine Verspannung zugezogen. Halswirbelsäule, Schultern, Nacken und Brustkorb… alles verspannt. Alles drückt. So fühlt sich alt werden an. Nein, sicher nicht. Aber wie bei allem: Problem erkannt. Lösung bitte. Und zwar sofort. Funktioniert natürlich nicht. Ich habe mir die Fehlhaltung ja auch nicht in nur 2 Sekunden antrainiert. Also Geduld und bewusstes Entgegenarbeiten. Man könnte es auch Disziplin nennen.

Die lässt gerade auch bei Kind 2 zu wünschen übrig. Der Trinkttest plätschert vor sich hin. Auf die abgesprochene Menge kommt er nicht, aber immer hin schafft er es die entsprechende Menge, wie vereinbart, mit sich zu führen. Hat damit eine erstaunliche Entwicklung für das nächtliche Problem mit sich gebracht: seit der Fokus auf dem Trinkverhalten liegt, ist das nächtliche Problem quasi nicht mehr existent. Eine durchaus positive Entwicklung.

Positiv entwickeln sich auch meine Nähprojekte. Kind 1 gefällt ihr Rock. Alle 4 Kiddies führen inzwischen ihre Beanies spazieren. Und selbst der Hase hat sich zwei Teile gewünscht. Bekommen hat er sie natürlich auch. Dezent schwarz grau gestreift. Und das Zweite etwas weniger…. dezent. 🙂 Bilder folgen.

Inzwischen habe ich mich auch an einem Dach für die Beanies versucht. Das Tutorial schreibe ich noch. Wird dann natürlich hier verlinkt. Die Hose für Kind 4 war vergleichsweise leicht. Der Stoff ist natürlich auch allein schon ein Hingucker. Kind 1 verlangt es nun auch nach einem solchen Teil. 🙂 Alle Bilder (falls hier nicht zu finden) gibt auf unserem Account bei Pinterest. Einfach oben im Header auf das „P“ klicken.

Stoffs gab es vorige Woche auch Neuen. Also Stoff- Stoff, nicht den Anderen. 🙂 Und zwar aus einem 3. Welt Laden. Kleiner Shop. Bis unter die Decke vollgestopft. Aber mit einer super netten, fast familären Atmosphäre. Klar die Stoffe kosten ein bisschen mehr. Dafür führen sie das Prädikat „fair trade“. Ob das zunehmend wichtiger wird, ich weiss es nicht. Ich war in dem Laden um des Ladens willen. Meine Gedanken hierzu werde ich in einem separaten Artikel zusammenfassen. Das sprengt jetzt den Rahmen hier.

Die Woche schloss dann schlussendlich auch mit einem Happy End. Und zwar für meine Nähmaschine. Die fristete ihr Dasein nämlich bisher auf dem Tisch im Wohnzimmer. Wo sie nahezu permanent von A nach B geschoben wurde und ständig im Weg war. Nun hat sie einen festen Stammplatz. Und zwar auf einem umfunktionierten Küchenwagen! Platz für Stoff und Kleinteile inklusive.

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