Frustrationsgrenzentest Klopapierweitwurf

Was machen Kinder wenn sie alleine zuhause sind?

Am Küchentisch ihre Hausaufgaben? Spüler ausräumen? Katzen füttern? Katzenklo säubern?

TRÄUMT WEITER!

Also wer so perfekte Kinder hat, der darf sich gerne meine (Jungs) mal für ein paar Wochen ausleihen und den Herren derartige Eigeninitiativen als selbstverständlich einhämmern. Gewaltfrei versteht sich.

Um zur Wurzel des Übels und dem Hintergrund dieses Artikels zurück zu kommen… ich habe/ musste heute unserem Kinderarzt einen Spontanbesuch abstatten. Nicht wegen Krankheit meines Nachwuchses, sondern weil ich a) eine Überweisung brauchte, b) einen Termin für Kind 1 und 3 zum Impfen und c) Kind 1 Gespächsbedarf mit dem Herren Doktor hatte. Alle 4 Kinder waren zu dem Zeitpunkt meiner Abreise schon mehr oder weniger lange Zuhause. Kind 1 und 4 kamen mit mir mit.

Punkt a) liess sich recht schnell erledigen. Stempel und Unterschrift fertig.

Punkt b) mit deutlichem Unmut von Kind 1, aber doch zügig und verbindlich.

Punkt c) klärte Kind 1 tatsächlich selber und erfolgreich.

Nach knapp einer Stunde schlugen wir wieder zu Hause auf. Um was vorzufinden? Kind 2 das uns auffällig offensiv begrüsste und damit von Kind 3 ablenkte, dass seine Jacke aus dem Wohnzimmer in den Garderobenschrank beförderte. Ich habe auch nicht ständig Bock auf Stress oder Ermahnungen, also habe ich es grosszügig ignoriert. Irgendwie habe ich mir doch Tatsache eingeredet: „Nicht aufregen, die Jacke ist ja jetzt da, wo sie hingehört, passt schon. Wir machen den Nachmittag chillig.“ Ha. Man könnte ja direkt lachen.

Frauentypisch führte mein erster Weg ins Badezimmer. Ganz blöde Idee. Irgendwas stimmte da nicht. Irgendwas war anders als sonst. Also genauer hingesehen. Das war die blödeste Idee überhaupt! Der rechte Seitenschal der Übergardine klebte zwischen den Pflanzen am Fenster. In den offenen Regalen alle Flaschen und Dosen und Tuben umgeworfen. Sämtliche Handtücher verknüddelt und durcheinander. Auf dem Duschsims standen meine Tulpen (ein Geschenk meiner Schwiegermutter, wunderschön rot und weiss), allerdings jetzt grösstenteils ohne Blütenblätter. Selbige versteut auf dem Holz oder dem Teppichboden. Das Holz wirkte nass.

Also meine männlichen Sprösslinge ins Badezimmer zitiert. Auf die Frage „Was habt Ihr gemacht?“ folgte  das obligatorische „Nichts!“ Nach langem Hin und Her und wirklich eisernem Leugnen beim Grossen, knickte der Kleine ein. Man verbrachte die Zeit mit dem gegenseitigen Bewerfen mit Toilettenpapierrollen. Arrghh. Wie bitte kommt man auf solche Ideen??? Und wenn man schon solche Ideen hat, warum bringt man den angerichteten Mist hinterher nicht wieder in Ordnung?!

Fazit: Die beiden Papieroniken putzen das Bad und dann wurde das Toilettenpapier in Unser und Euer geteilt. Das Unbeschädigte für uns, die Wurfgeschosse für die Herren.

Adrenalinpegel wieder auf Normal.

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