„Die Witwe“ – Fiona Barton

Klappentext:

„DIE FRAU

Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt. Sie hat eine hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führten eine gute Ehe.

DER MANN

Dann kommt der Tag der alles ändert. Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeanies heile Welt zerbricht.

DIE WITWE

Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof und Jean ist frei. Frei, das Spiel endlich nach eigenen Regeln zu spielen…“

Kommentar:

Eine richtige gute Story. Glen übernimmt Jean. Er trifft die Entscheidungen, sorgt für Jean. Und sie lässt sich führen. Wehrt sich nicht, sagt nichts, denkt aber umso so mehr. Als die kleine Bella verschwindet und Glen in den Fokus der Ermittelungen rückt, bröckelt die heile Fassade und doch vermag keiner zu durchschauen, was Jean ahnt oder weiß. Bis zum Schluss war es auch für mich unentschieden, ob diese naive Frau Opfer oder Täter ist. Sehr schwer einzuschätzen. Trotzdem grundlegend spannend. Schwierig. Weil die Erzählung sehr oft durch die Sichtweisen der verschiedenen Protagonisten schwenkt. Da ist Jean, sehr ausgearbeitet und klar. Der blass wirkende Polizist und auch die nicht ganz so tiefe Journalistin strukturieren die Sache hier nicht wirklich. Schwierig zu lesen und zuweilen auch sehr sehr langatmig, vor allem wenn es aus der Sicht der Presse oder eben der Poilzei erzählt wird. Da springt der Fucke, den man bei Jean ausnahmslos immer hat, einfach nicht über. Im Endeffekt musste es eine Variante sein, entweder Opfer oder Mittäter.

Schwer zu lesen. Aber im Grunde recht spannend, denn an sich ist es eine alte Story, nur einfach mal von einer völlig anderen Seite beleuchtet. Jean ist in sich schlüssig und authentisch. Das fehlte mir bei den Anderen.

Daher dennoch 3 von 5 Sternen

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