Einführung in mein Leben

Ich werde mich nicht großartig vorstellen, denn ihr werdet mich in dem Laufe der Zeit von alleine kennenlernen.
Jeder hat mal so einen verrückten Tag in seinem Leben, wo alles auf einmal kommt. So wie Murphys Gesetz es beschreit. Nur leider ist das bei mir leider schon an der Tagesordnung, dass schief geht, was schief gehen kann.
Ich will darüber auch nicht jammern. Ich ziehe sowas magisch mein Leben lang an. Und damit ihr was zu lachen habt, erzähle ich euch gerne jeden Tag, was dafür sorgt, dass meine Haarfarbe nun langsam ins Weiss wechselt.
Ich bin freiberuflich und arbeite von zu Hause aus. Vorteil ist, dass ich flexibel entscheiden kann, wann und wieviel ich arbeiten kann. Hinzu kommt, dass ich immer für mein Kind da bin. Der Nachteil ist, ich bin immer ERREICHBAR.
Ich habe meine Mutter ja wirklich gern, doch jeden Tag werde ich angerufen, mit den Worten, du hast ja gerade mal Zeit, komm mal her und mach das. Hol dieses oder fahr mit mir dorthin.  Ähm, ja? Und wann darf ich arbeiten?
Wenn meine Mutter mit mir fertig ist!
Sie ist aber nicht der Mittelpunkt in meinem Leben. Ich wohne auf einem Hof, der jeden Tag meine Anwesenheit und Aufmerksamkeit erfordert.
Ich habe einen Teenager im zickigen Alter.
Eine Schwägerin, die gerade umzieht und renoviert.
Eine Tante, die aufgrund ihrer Krebsbehandlung Hilfe braucht.
Einen Bruder, der mit 30 einen auf Frührenter macht.
Einen Vater im betreuten Wohnen, der meint, dass das Pflegepersonal und der Rest der Welt nur existiert um ihm zu dienen.
Mieter, die nicht in der Lage sind zu verstehen, wie das reale Leben funktioniert.
Einen Exmann, der nicht versteht, dass er nicht mehr zu meinem Leben gehört.
Das ist nur ein grober Auszug aus den Menschen, die meine Aufmerksamkeit und Nerven auf unterschiedliche Arten und Weisen strapazieren.
Hinzu kommen noch fremde Mitmenschen, die sich daran stossen, dass ich mich weigere ein Schaf in einer Herde zu sein. Wenn ich einkaufen gehe, blödel oder schimpfe ich mit den Verkäuferinnen. Ich lache und weine, wann und wo mir dazu gerade die Laune ist. Ich lasse mir meinen Mund nicht verbieten und mir auch nicht sagen, was ich zu tun habe. Ich halte mich an keine Regeln, die ich nicht selber aufgestellt habe. Ich gebe mir Mühe meine Mitmenschen nicht zu verletzten, auch wenn ich dafür viel herunter schlucken muss. Aber ich lasse mich nicht verarschen.  Ich will nicht perfekt sein, denn das finde ich verdammt anstrengend und wo bleibt denn dabei der Spass?

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